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Yoga

DIY

Ein Om für meine neue Yogatasche

November 8, 2016

 

Wien hätt dat geduecht … ech Zappelmadam maachen Yoga a kann dann souguer iwer eng Stonn ganz roueg a stëll sinn. Mat mengem neien selwer gebutten Yogaoutfit mech den “Om” nach méi Spaass.

Zwischen dem Yoga und mir besteht eine langjährige, doch unstete Liebe. Eigentlich bin ich ein recht zappeliger Mensch und mit Esoterik und Mystik habe ich nicht viel am Hut. Immer wieder mal habe ich Yogakurse ausprobiert, bin dann aber nie sehr lange dran geblieben: zu langweilig, zu esoterisch, zu akrobatisch, zu viele Leute in einem Raum, die mit Armen und Beine um sich schlagen … irgend etwas hat mich immer wieder aufgeben lassen. Seit etwa zwei Jahren habe ich durch eine Freundin dann endlich “meinen Yogakurs” entdeckt und bin bis dato drangeblieben. Hier geht es ruhig und besonnen zu, kein exotisches Brimborium und keine  bizarre Verrenkungen, die schon beim Zuschauen weh tun. Om, Sonnengruß, herabschauender Hund … wir sind mittlerweile Freunde.

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Letzte Woche hatte ich Euch von dem tollen Buch “Nähen fürs Yoga”  erzählt, das ich mir im Sommer gekauft habe. Das Buch hat mich ungemein inspiriert und im Oktober habe ich mir für diese Yogasaison eine gemütliche Yogahose genäht. Am Wochenende wurde aus dem restlichen Jersey, den ich ganz unorthodox mit gemusterten Baumwollresten kombiniert habe, diese praktische Tasche für die Yogamatte. Es hat mich immer genervt, mit der hässlichen Matte unterm Arm durch die Stadt zu rennen.

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So eine Taschenrolle ist nicht schwierig zu nähen und auch was für Nähanfänger.

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Messt die Breite Eurer Yogamatte sowie ihren Umfang, wenn sie zusammengerollt ist. Meine Yogamatte ist 63 cm breit und hat zusammengerollt einen Umfang von etwa 46 cm. Ich habe demnach zwei Stoffstücke (Außen- und Innenstoff) von 80 x 50 cm zugeschnitten (Nahtzugaben von 1 cm inklusive). Ehrlich gesagt, im Nachhinein würde ich den Stoff breiter zuschneiden (z.B. 80 x 55 cm), denn die Tasche ist etwas zu eng und es ist ein wenig beschwerlich, die Rolle hineinzuzwängen.

Beide Stoffteile jeweils an den langen Seiten zu einem Schlauch nähen. Jeden Stoffschlauch an einem Ende zunähen. Nun kommt der berühmte “Taschentrick“. Die Innentasche auf rechts drehen und in die auf links gedrehte Außentasche stecken. So liegen beide Stoffe rechts auf rechts aufeinander und Ihr könnt die oberen offenen Kanten zusammennähen. Achtung: eine Wendeöffnung von etwa 7 cm lassen! Die Tasche durch die Öffnung auf rechts wenden. Die Nahtzugaben an der Öffnung nach innen schlagen und die ganze Kante rundherum knappkantig absteppen. Dabei schließt sich auch die Wendeöffnung.

Danach habe ich 6 Knopflöcher von 1,2 cm Länge im Abstand von 1,5 cm von der Oberkante genäht. Durch die Knopflöcher eine Kordel ziehen.

Der Tragegurt besteht aus einem etwa 14 x 110 cm langen Stoffstück, das Ihr rechts auf rechts zur Hälfte faltet, festbügelt und an der Längskante zusammensteppt. Den Gurt auf rechts wenden, die Nahtzugaben an den Enden nach innen schlagen und dann den Tragegurt mit einem Abstand von etwa 10 cm vom Taschenboden und 15 cm von der Taschenoberkante feststeppen.

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Wie Ihr auf dem Bild sehen könnt, habe ich auch noch zwei Haltebänder für die Yogamatte genäht.

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Mit Yoga ist es wie mit dem Nähen: man kommt zur Ruhe und tankt Energie und Lebensfreude. Und etwas Abstand zum hektischen Alltag ist manchmal dringend nötig, findet Ihr nicht. Was sind Eure Rezepte zum Entspannen?

 

Nicht vergessen: bis Morgen um Mitternacht ist es noch möglich, eines der Tütchen mit Nigella-Samen zu gewinnen. Schaut einfach mal in den vorigen Post rein!

Lasst es Euch gutgehen!

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Gedanken, Makrofotografie

Das war … mein Oktober

October 31, 2016

 

D’Zäit vergeet wéi am Fluch an et ass schonn nees gläich de Moment, fir dem Hierscht Äddi ze soen. Dofir loosst eis déi lescht wonnerschéin Hierschtdeeg genéissen.

Am Samstag sind riesige Schwärme grauer Wildgänse übers Haus gen Süden gezogen und haben den baldigen Winter angekündigt. Die in V-Formationen vorbeiziehenden schnatternden grauen Wildgänse bieten jedes Jahr ein beeindruckendes Schauspiel, doch ich stimme Monsieur Merlanne zu, der bemerkte, dass er es lieber sieht, wenn sie gen Norden ziehen.

Die Zeit vergeht wie im Fluge … eine Binsenweisheit und doch immer wieder bestürzend festzustellen. Gerade habe ich mich an den Herbst gewöhnt und schon ist er fast wieder vorbei. Aber nur fast, denn gestern und, wie es scheint auf heute, gibt der Herbst verschwenderisch nochmal alles, was er so zu bieten hat: strahlend blauer Himmel, eine wärmende Sonne und bunte Blätter so weit das Auge reicht So soll es sein!

Im Oktober habe ich nicht viel Zeit vor dem Rechner verbracht und das Blog kam etwas zu kurz. Einen guten Grund hatte ich, denn die Renovierung mehrerer Räume im Haus und das Umherschieben von Umzugskartons haben mich ordentlich auf Trab gehalten. Aber davon habe ich ja schon erzählt.

Doch was heißt hier “das Blog kam zu kurz”. So ein Blog entwickelt mit der Zeit ein Eigenleben. Könnt ihr Euch noch an diesen Post erinnern: Sanftes Gleiten … Schlittschuhe aus Filz ?

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Nun, die süßen Filzgleiter haben sich im Oktober wie ein Lauffeuer im Netz verbreitet und wurden innerhalb von ein paar Wochen über 8000x gepinnt. Schon Wahnsinn, wie auf einmal so ein Hype losgetreten wird. Den Ausdruck “go viral” kann ich jetzt gut verstehen. Und so kam es dann auch, dass die Leute von “Geolino” auf die Bastelanleitung aufmerksam wurden und fragten, ob sie sie auf ihrer Webseite veröffentlichen könnten. Wer kann da schon Nein sagen? Es macht immer wieder Freude, ein so tolles Feed-back zu bekommen.

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Ein klein wenig Zeit zum Nähen hatte ich auch noch. Recht schnell war diese Yogahose genäht. Den Schnitt habe ich aus dem Buch “Nähen fürs Yoga“, das ich im Sommer entdeckt hatte. Ich musste den Schnitt zwar etwas umändern, doch das Resultat trägt sich richtig gut. Demnächst möchte ich mir dann noch eine passende Tasche für die Yogamatte nähen. Ein hübsches Modell gibt es ebenfalls im Buch.

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Im Garten ist jetzt Zeit zum Aufräumen und Ernten. Den Salbei habe ich zum Trocknen hereingeholt. Damit werde ich unter anderem wieder ein paar Gläser mit Salbei-Honig füllen. Es gibt nichts Besseres gegen Halsweh. Monsieur Merlanne schwört auf Salbei-Honig, wenn die Stimme mal wieder versagt und er seine Schüler nur noch ankrächzt. Das Rezept für Salbei-Honig hatte ich letztes Jahr im Oktober hier bei “merlanne” verraten.

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Gelesen habe ich, neben vielen Zeitungen und Zeitschriften, unter anderem mal wieder einen Krimi. Eigentlich bin ich ja gar keine “Krimi-Mimi”, doch in letzter Zeit lese ich ab und zu auch gerne mal was Spannendes. So habe ich Monsieur Merlanne, ein absoluter Krimi-Fan, zu Rate gezogen und ihn gebeten, mir aus seiner Krimisammlung einen nicht zu blutrünstigen Schmöker auszusuchen. Die Wahl fiel auf Arnaldur Indridasons “Kältezone“. Im Sommer hatte ich schon mal die Bekanntschaft mit Kommissar Erlendur gemacht, bei der Lektüre des doch recht langweiligen Krimis “Tödliche Intrige“. Doch ich wollte Herrn Indridason eine zweite Chance geben und wurde nicht enttäuscht. In einem See wird, Jahrzehnte nach dem Mord, eine Leiche gefunden, die an ein russisches Sendegerät angekettet ist. Schon alleine dieser bizarre Umstand macht neugierig. Die Ermittlungen führen in die ehemalige DDR, in die Zeit des Kalten Krieges und zu den enttäuschten Illusionen von isländischen Studenten, die damals vom staatlichen Sozialismus schwärmten. Es ist keine laute Geschichte, eher geht es leise und gemächlich zu und mit viel Liebe zum Detail wird auf die einzelnen Protagonisten eingegangen. Nun denn, ich bin auf den Geschmack gekommen und es wird sicher nicht der letzte Kommissar-Erlendur-Krimi gewesen sein, den ich gelesen habe.

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Ansonsten haben wir noch drei sonnige Tage am Meer in Zeeland verbracht, haben ein ganz tolles Konzert von Ben Harper in der “Rockhal” besucht und uns spannende Fernsehabende in Gesellschaft der 1. Staffel von “House of Cards” genehmigt. Das waren schöne Momente im Oktober.

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In diesem Sinne wünsche ich Euch weiterhin schöne Herbsttage und eine gute Woche.

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