Kulinarisches

Ananas-Törtchen für den Osterbrunch und eine Gewinnerin

March 11, 2016

 

Leeft iech bei deem Ubléck net och d’Waasser am Mond zesummen? Mir schonn, mee ech weess jo och wéi se schmaachen.

Bei diesem Anblick läuft einem doch das Wasser im Munde zusammen, oder nicht? Mir ja, denn ich weiß wie sie schmecken, die Ananas-Törtchen aus Donuts-Teig.

Wie ich schon öfter erzählt habe, bestimmt meist der Inhalt der allwöchentlichen Bio-Obst+Gemüsekiste, was in unserer Küche zubereitet wird. Und da letzte Woche eine frische Ananas dabei war, habe ich dies bei meinen Überlegungen zu einem Dessert fürs Osterbuffet zur Kenntnis genommen. Herausgekommen sind diese “luftigen” Törtchen, eine Kombination aus Donuts und Muffins. Sie haben den Test bestanden (es sind keine mehr da!) und dürfen Ostern die Gäste erfreuen. Vielleicht mit einer Vanillesoße und einer Kugel Vanilleeis, um das Dessert noch etwas festlicher zu gestalten.

Für den Teig habe ich einen Donuts-Teig ausgesucht, da er so richtig “fluffig” ist und mich an die Ananas-Biskuittorten meiner Tante erinnert. Auf die Fruchtstückchen kommt ein Zuckerguss mit Rum, das lässt die Törtchen schön glänzen.

 

Ananas

Für den Teig werden alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermischt. In einer anderen Schüssel die Mandelmilch mit dem Saft, dem Vanilleextrakt und dem Ei verrühren. Die Flüssigkeit in die Schüssel mit den trockenen Zutaten gießen und alles locker verrühren.

Nun in einem kleinen Topf den Guss vorbereiten. Dafür die Butter schmelzen, den Zucker sowie den Rum hinzugeben und etwa 2 Minuten köcheln lassen ( der Guss sollte dickflüssig sein). In jedes Tortenförmchen eine dünne Schicht Guss geben. Darauf dann die Ananasstücken und die Heidelbeere legen. Zum Schluss die Förmchen zu 3/4  mit Teig füllen.

Setzt das Backblech in den auf 180° C vorgeheizten Backofen und lasst die Törtchen etwa 15 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form nehmen.

Mit etwas Vanillesoße und einer Kugel Eis servieren.

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Ananas bringt sofort etwas Exotik auf den Tisch und der herrlich fruchtig süß-saure Geschmack verspricht Sonne satt. Die strahlte auch während des Backens durchs Küchenfenster und ließ meine Stimmung in Nu steigen.

Die Ananas selbst ist ebenfalls ein Stimmungsaufheller: durch das natürliche Vanillin und dem Neurotransmitter Serotonin werden der Ananas eine “euphorisierende” Wirkung zugeschrieben und das kann ich, nach dem Genuss der Törtchen, nur allzu gut bestätigen.

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Die gelbe Frucht mit dem Blattschopf kommt ursprünglich aus Südamerika und ihren Namen hat sie vom Begriff naná für Frucht in der Guaraní-Sprache. Wir verdanken Kolumbus die Ananas, der sie während seiner zweiten Reise in die Neue Welt auf Guadeloupe entdeckte. Die Einheimischen schenkten ihm Ananasfrüchte und hießen ihn damit willkommen.

Als Kind kannte ich die Ananas hauptsächlich aus der Dose, eine frische Frucht kam recht selten auf den Tisch. Es gab Ananas aus der Dose auf der schon oben erwähnten wunderbaren “Biscuitstaart” meiner Tante, im Tuttifrutti-Dessert meiner Mutter und bei den Pfadfindern im frischen Ananas-Quark-Dessert. Als ich älter war, durfte ich beim “Chinesen” als Dessert die flambierten Ananasscheiben (natürlich auch aus der Dose) nehmen. Das damals ganz “trendige” Toast Hawai galt in meinem Umfeld als Ausgeburt des schlechten Geschmacks, aber ehrlich gesagt, ein gut gemachtes Toast Hawai finde ich gar nicht so schlecht (das nennt man jetzt “outen”, oder?).

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So, jetzt aber genug Ananas. Ich muss ja noch die Gewinnerin der Verlosung vom letzten Dienstag bekannt geben. Diesmal konnte mir mein lieber Lottoelf (ich nehme das mal als männliches Pendant zur Lottofee) nicht assistieren, da er in der Schule war. So habe ich mir mit dem Rest der Ananas ein wundervolles Smoothie zubereitet (nach dem Rezept vom Blog “Narin’s World of Taste“), kleine Lose gebastelt und die glückliche Gewinnerin gezogen. Keine goldenen Ananas, sondern zwei echte “merlanne”-Ostertaschen hat gewonnen … Andrea Patz. Gratulation, liebe Andrea! Schreibe mir schnell Deine Adresse und dann können die Taschen sich auf den Weg machen, damit Du sie noch vor Ostern füllen kannst!

Den anderen Leserinnen, die mitgemacht haben, sage ich vielen, vielen Dank. Euren Wünschen zum Frauentag kann ich mich nur anschließen.

Habt ein gutes Wochenende!

Claudine

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  • Andrea Patz March 11, 2016 at 17:52

    Hallo liebe Claudine und lieber Lottoelf, recht herzlichen Dank !!! Ich freue mich riesig. Lasst euch die leckeren Ananastörtchen schmecken. Sie laden direkt zum Selbermachen ein. Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.

    • merlanne March 11, 2016 at 18:00

      Hallo Andrea! Schön, dass ich Dir eine Freude machen konnte. Von den Törtchen ist kein Krümmel mehr übrig, so gut habe sie allen geschmeckt.
      LG
      Claudine

  • Judika March 12, 2016 at 14:20

    Liebe Claudine,

    ich habe gerade überlegt, deine himmlischen törtchen könnte man sicherlich auch in gläschen backen, dann bräuchte man sie nicht aus der form zu lösen und könnte die kugel eis / vanillesauce / schlagsahne gleich darin servieren.
    ausprobieren werde ich das auf jeden fall.
    ananas kannte ich früher auch nur aus der dose, kein vergleich zu frischen, obwohl ich jetzt zweimal hintereinander pech hatte und welche erwischt habe, die innen schon braun waren.

    • merlanne March 12, 2016 at 17:59

      Liebe Judika, Deine kreativen Überlegungen zu den Törtchen gefallen mir äusserst gut. Das sieht bestimmt super aus und, wie du schon schreibst, kann man sich das “Gefriemel” beim aus des Form lösen sparen. Das nächste mal propiere ich das gewiss. Danke für den Tipp!
      LG
      Claudine

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