DIY, Kulinarisches, Luxemburg

Dräikinneksdag

January 5, 2015

Hutt der schonns den Dräikinnekskuch fir muer? Wann net, firwat net schnell nach ee baken? Esou e selwer gemaachen schmaacht richteg gutt a schnell färdeg. A mat enger selwer entworfener Kroun kann ee soen et ass eng “pièce unique”.

Jetzt ist das neue Jahr schon 5 Tage alt und morgen ist wieder ein Fest: Dreikönigstag. Hier in Luxemburg gibt es kein Sternsingen und es ist auch kein offizieller Feiertag. Traditionell gibt es aber in jeder Familie einen “Dräikinnekskuch” (“galette des rois“), ein flacher Kuchen gefüllt mit Mandelcreme. Im Kuchen ist eine “dicke Bohne” versteckt (meistens ein Glücksbringer aus Porzellan) und der Finder der Bohne wird zum König oder zur Königin des Tages gekürt und darf sich eine Krone aus Pappe aufsetzen.

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Dieses Jahr steht Dreikönigstag bei Merlanne’s ganz unter dem “DIY”-Stern. Unser Junior-Bäckermeister hat gestern den “Dräikinnekskuch” gebacken und ich habe die dazugehörende Krone genäht. Schöner als die aus Pappe aus dem Supermarkt ist sie allemal.

Es gibt natürlich viele verschiedene Varianten, wie man eine “galette des rois” zubereitet. Wir haben uns für dieses einfache und schnelle Rezept entschieden:

Zutaten:
2 tiefgefrorene Blätterteigböden (∅ ca. 28 cm)
120 g gemahlene Mandeln
90 g Butter
90 g Zucker
2 Eier
1 Vanilleschote
2 Essl. Rum
ein paar Tropfen Mandelextrakt

1. Zuerst werden der Zucker, die Vanille und die geschmolzene Butter zu einer homogenen Masse verrührt. Ein Ei sowie den Rum hinzufügen und vermischen.

2. Nun die gemahlenen Mandeln hinzugeben sowie den Mandelextrakt und rühren, bis Ihr eine geschmeidige Mandelcreme habt.

3. Einen Blätterteigboden auf das mit einer Backfolie bedeckte Backblech des Ofens legen und die Mandelcreme in der Mitte des Teiges verteilen. Rundherum in etwa 4 cm Rand lassen. Nicht vergessen die “Bohne” in die Mandelcreme zu drücken!

4. Den Rand mit geschlagenem Eiweiß bepinseln und den zweiten Blätterteigboden darüber legen.  Festdrücken.

5. Damit der Kuchen schön “goldig” wird, den Teigdeckel mit mit Wasser verdünntem Eigelb bestreichen. Eventuell den Rand etwas zurückschneiden, wenn Euch der Kuchen zu groß erscheint. Merlanne junior hat das nicht getan, so dass unsere Variante recht groß ausgefallen ist.

IMG_7558-26. Damit der Kuchen nun auch hübsch aussieht, in den Rand mit einer Gabel rundherum Streifen eindrücken und in der Mitte mit einem Messer eine “Sonne” einritzen.

 

 

 

 

7. Kuchen in den auf 200° C vorgeheizten Ofen schieben und etwa 20 min backen. Die Temperatur auf 180° C reduzieren und den Kuchen nochmals 10 bis 15 min. backen. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und sich den “Dräikinnekskuch” bei einer Tasse Kakao oder Kaffee gut schmecken lassen.

Gudden Appetit!

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Die Krone habe ich auf Filz genäht. Ich habe mir aus Papier eine Schablone (Länge entspricht einem Kopfumfang von 56 cm) gebastelt. Den Filz habe ich gefaltet und die Schablone mit der Basis auf den Stoffbruch gelegt. Nun die Krone entlang der Schablone aus dem Filz schneiden. Damit die Krone auch stehen bleibt, habe ich Vlieseline H630 zwischen die Vorder- und Rückseite gelegt. Die “Zacken” der Vlieselinekrone sollten etwas schmaler geschnitten werden, damit man sie nach dem Zusammennähen nicht sieht. Zusammengenäht habe ich die Krone mit dicker Baumwolle und auf die Zacken habe ich bunte Holzperlen befestigt.

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So, nun bin ich mal gespannt, wer morgen König spielen darf.

***

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  • elketriplat January 5, 2015 at 15:14

    wow sieht lecker aus Claudine…. Wünsch Dir einen schönen Feiertag LG elke!

    • merlanne January 5, 2015 at 15:19

      Danke Elke. Merlanne junior konnte es nicht erwarten und hat heute schon ein Stück gekostet und festgestellt, dass sein Dräikinnekskuch richtig gut ist 🙂

  • marliesgierls January 5, 2015 at 18:28

    Bei uns gibt es zwar kein Dreikönigs-Fest, aber Deinen Kuchen kann ich trotzdem backen. Auf jeden Fall ist Deine Krone die Hübscheste!
    LG Marlies

    • merlanne January 5, 2015 at 19:31

      Danke liebe Marlies. Ja, so einen Kuchen kann man immer backen, da braucht es kein spezielles Fest dazu 😉
      LG
      Claudine

  • akhimo January 5, 2015 at 19:25

    Hmm. Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Der Kuchen sieht wirklich lecker aus und ist auch schon gleich unter meiner Rezeptsammlung abgespeichert. 🙂 Meinst du, den Kuchen kann man auch ohne Rum machen?
    Da bin ich mal gespannt, wer die Bohne findet und die schöne Krone tragen darf. 🙂
    Liebe Grüße
    Antje

    • merlanne January 5, 2015 at 19:30

      Hey Antje,
      es freut mich, dass Dir der Kuchen gefällt. Er ist wirklich gut, wir waren schon naschen 🙂 . Und natürlich, ohne Rum ist er bestimmt genau so lecker.
      Herzliche Grüsse,
      Claudine

  • pfefferminzgruen Christin January 5, 2015 at 19:54

    Ohhh was für eine tolle Tradition,
    lecker Kuchen, eine Überraschung und eine Krone, perfekt.
    Alles Liebe
    Christin

  • Michaela January 5, 2015 at 20:40

    Hallo,
    ich würde den Kuchen sehr gerne nachbacken, kann aber in der Zutatenaufzählung keinen Zucker finden. Hast Du ihn vergessen, denn in der Verarbeitung wird Zucker erwähnt.
    Mir läuft schon das wasser im Munde zusammen. :-))
    Lieben Gruß, Michaela

    • merlanne January 5, 2015 at 21:19

      Hallo Michaela,
      Du hast recht, den Zucker habe ich vergessen. Danke fürs Korrekturlesen :-). Es kommen 90 g Zucker in die Mandelcreme. Lass ihn Dir schmecken.
      Liebe Grüsse,
      Claudine

  • Flohnmobil January 6, 2015 at 16:46

    Wow, das tönt lecker!
    In der Schweiz besteht der Dreikönigskuchen aus süssem Hefeteig mit Rosinen. In einem der Teile ist der Plastik-König (ich weiss, sehr unroyal, dieses Material) versteckt. Wer ihn findet bzw. das richtige Stück Kuchen (das eigentlich mehr Brot ist) isst, ist für einen Tag lang König.
    Ich habe sogar auf Reisen mal einen Dreikönigskuchen gebacken. In der Diashow wirst du das Gebäck zweifelsfrei ausmachen können.
    https://flohnmobil.wordpress.com/2011/02/20/backerei-flohnmobil/

    • merlanne January 6, 2015 at 17:09

      Mmmh, Hefeteig mit Rosinen ist auch nicht zu verschmähen, und die Form des Schweizer Königskuchen gefällt mir sehr.
      LG
      Claudine

  • Jutta von siebenVORsieben January 6, 2015 at 17:33

    Ich mag solche “Brauchtums”-Kuchen gerne und deiner sieht
    auch wirklich lecker aus.
    Wir “durften” mal einen bei einer griechischen Freundin an Silvester essen (ebenfalls mit einer Mandel drin), der blieb einem fast im Hals stecken.
    Aber was tut man nicht alles fürs Glück ;-))
    Herzliche Grüße
    Jutta

  • marichen21 January 6, 2015 at 18:44

    🙂 🙂 🙂
    Das ist ein sehr schöner Brauch!
    Mein Papa hat früher dann immer in der Schweiz, wir wohnen ja gleich über der Grenze, einen Dreikönigskuchen geholt. Und da war eine Krone drauf und drinnen war irgendwo eine Königsfigur versteckt! Mein Bruder und ich, wir haben das geliebt!
    🙂 🙂 🙂
    Liebe Grüße
    Maria!

    • merlanne January 6, 2015 at 19:12

      Stimmt, die Kinder lieben es. Ganz liebe Grüsse,
      Claudine

  • mme ulma January 6, 2015 at 21:26

    wie gut, wie gut. so viel hübscher ist eure galette; indes ist unsere schon fast aufschnabuliert. hach, und das krönchen aus filz – allerfeinst.

    • merlanne January 6, 2015 at 21:29

      Hier sind auch nur noch Krümmel übrig und der Kleine König liegt zufrieden im Bett. Gute Nacht.

  • minibares January 7, 2015 at 22:45

    Hier in Nordrhein-Westfalen ist der Tag Heilige Drei Könige auch kein Feiertag. Aber die Ferien gehen immer bis zu dem Tag. Morgen beginnt hier die Schule wieder.
    Der Kuchen ist ja eine schöne Sache und die Krone auch. Solch eine Sache wird hier nicht gemacht.
    hier kommen die Sternsinger.
    Liebe Grüße Bärbel

    • merlanne January 8, 2015 at 08:31

      Andere Länder, andere Sitten. Es lebe die Vielfalt 🙂
      Ganz liebe Grüsse,
      Claudine

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