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Makrofotografie

Herbst, Makrofotografie, Natur

Waldspaziergang (MakroMontag)

November 14, 2016

 

An de Bësch spadséieren goen, Rou genéissen, Loft tanken … hei am Land ass de Bësch ni wäit ewech.

Es gibt so ein paar Plätze, an denen ich mich ohne Ausnahme immer wohlfühle und die ich eigentlich nicht oft genug aufsuche:

– die Bank unterm Walnussbaum im Garten, mit einem guten Buch in der Hand
– auf dem Sofa vor dem knisternden Ofenfeuer, wohlig warm in eine Decke gekuschelt
– im Kunstmuseum, von Leinwand zu Leinwand schlendern und staunen
– auf dem Markt, die Atmosphäre genießen und Bekannten begegnen
– in geselliger Runde eine interessante Diskussion führen

und

– im Wald ganz alleine die Ruhe genießen, fernab von Stress und Verpflichtungen.

Gestern hatte Merlanne junior ein Basketball-Spiel im Norden des Landes und ich habe davon profitiert, mit dem Fotoapparat im Gepäck einen kleinen Spaziergang durch den an die Sporthalle grenzenden Wald zu machen (Monsieur Merlanne hat Juniors Team angefeuert). In Luxemburg gibt es noch immer recht viel Wald und Grünflächen, auch bei uns in und rund um die Hauptstadt. Doch wo man hier in meiner Gegend nie wirklich einen Ort finden kann, an dem nur ausschließlich die Waldgeräusche zu hören sind, so ist das immer noch möglich, wenn man sich in den Norden des Landes begibt. Schade, dass ich der Rest der Familie nicht so sehr mit einem Waldspaziergang aus dem Haus locken kann, denn es gäbe noch viele schöne Orte, die man zusammen entdecken könnte.

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Das Wetter gestern war im wahrsten Sinne des Wortes schmuddelig, nass und kalt, die Lichtverhältnisse nicht gerade inspirierend und so habe ich einfach das Makroobjektiv aufgeschraubt und den Waldboden in Augenschein genommen. Auch wenn ohne Stativ und daher etwas verwackelt, so mag ich die Waldbodenbilder. Riecht ihr den wunderbar herben Duft des nassen Laubes auch?

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Bevor ich die Bilder zu Ms. Figinos Makromontag fliegen lasse, wünsche ich Euch eine gute Woche. Lasst es Euch gutgehen und vergesst nicht, mal einen schönen Ort aufzusuchen und Ruhe zu tanken.

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sharethelove

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Gedanken, Makrofotografie

Das war … mein Oktober

October 31, 2016

 

D’Zäit vergeet wéi am Fluch an et ass schonn nees gläich de Moment, fir dem Hierscht Äddi ze soen. Dofir loosst eis déi lescht wonnerschéin Hierschtdeeg genéissen.

Am Samstag sind riesige Schwärme grauer Wildgänse übers Haus gen Süden gezogen und haben den baldigen Winter angekündigt. Die in V-Formationen vorbeiziehenden schnatternden grauen Wildgänse bieten jedes Jahr ein beeindruckendes Schauspiel, doch ich stimme Monsieur Merlanne zu, der bemerkte, dass er es lieber sieht, wenn sie gen Norden ziehen.

Die Zeit vergeht wie im Fluge … eine Binsenweisheit und doch immer wieder bestürzend festzustellen. Gerade habe ich mich an den Herbst gewöhnt und schon ist er fast wieder vorbei. Aber nur fast, denn gestern und, wie es scheint auf heute, gibt der Herbst verschwenderisch nochmal alles, was er so zu bieten hat: strahlend blauer Himmel, eine wärmende Sonne und bunte Blätter so weit das Auge reicht So soll es sein!

Im Oktober habe ich nicht viel Zeit vor dem Rechner verbracht und das Blog kam etwas zu kurz. Einen guten Grund hatte ich, denn die Renovierung mehrerer Räume im Haus und das Umherschieben von Umzugskartons haben mich ordentlich auf Trab gehalten. Aber davon habe ich ja schon erzählt.

Doch was heißt hier “das Blog kam zu kurz”. So ein Blog entwickelt mit der Zeit ein Eigenleben. Könnt ihr Euch noch an diesen Post erinnern: Sanftes Gleiten … Schlittschuhe aus Filz ?

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Nun, die süßen Filzgleiter haben sich im Oktober wie ein Lauffeuer im Netz verbreitet und wurden innerhalb von ein paar Wochen über 8000x gepinnt. Schon Wahnsinn, wie auf einmal so ein Hype losgetreten wird. Den Ausdruck “go viral” kann ich jetzt gut verstehen. Und so kam es dann auch, dass die Leute von “Geolino” auf die Bastelanleitung aufmerksam wurden und fragten, ob sie sie auf ihrer Webseite veröffentlichen könnten. Wer kann da schon Nein sagen? Es macht immer wieder Freude, ein so tolles Feed-back zu bekommen.

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Ein klein wenig Zeit zum Nähen hatte ich auch noch. Recht schnell war diese Yogahose genäht. Den Schnitt habe ich aus dem Buch “Nähen fürs Yoga“, das ich im Sommer entdeckt hatte. Ich musste den Schnitt zwar etwas umändern, doch das Resultat trägt sich richtig gut. Demnächst möchte ich mir dann noch eine passende Tasche für die Yogamatte nähen. Ein hübsches Modell gibt es ebenfalls im Buch.

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Im Garten ist jetzt Zeit zum Aufräumen und Ernten. Den Salbei habe ich zum Trocknen hereingeholt. Damit werde ich unter anderem wieder ein paar Gläser mit Salbei-Honig füllen. Es gibt nichts Besseres gegen Halsweh. Monsieur Merlanne schwört auf Salbei-Honig, wenn die Stimme mal wieder versagt und er seine Schüler nur noch ankrächzt. Das Rezept für Salbei-Honig hatte ich letztes Jahr im Oktober hier bei “merlanne” verraten.

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Gelesen habe ich, neben vielen Zeitungen und Zeitschriften, unter anderem mal wieder einen Krimi. Eigentlich bin ich ja gar keine “Krimi-Mimi”, doch in letzter Zeit lese ich ab und zu auch gerne mal was Spannendes. So habe ich Monsieur Merlanne, ein absoluter Krimi-Fan, zu Rate gezogen und ihn gebeten, mir aus seiner Krimisammlung einen nicht zu blutrünstigen Schmöker auszusuchen. Die Wahl fiel auf Arnaldur Indridasons “Kältezone“. Im Sommer hatte ich schon mal die Bekanntschaft mit Kommissar Erlendur gemacht, bei der Lektüre des doch recht langweiligen Krimis “Tödliche Intrige“. Doch ich wollte Herrn Indridason eine zweite Chance geben und wurde nicht enttäuscht. In einem See wird, Jahrzehnte nach dem Mord, eine Leiche gefunden, die an ein russisches Sendegerät angekettet ist. Schon alleine dieser bizarre Umstand macht neugierig. Die Ermittlungen führen in die ehemalige DDR, in die Zeit des Kalten Krieges und zu den enttäuschten Illusionen von isländischen Studenten, die damals vom staatlichen Sozialismus schwärmten. Es ist keine laute Geschichte, eher geht es leise und gemächlich zu und mit viel Liebe zum Detail wird auf die einzelnen Protagonisten eingegangen. Nun denn, ich bin auf den Geschmack gekommen und es wird sicher nicht der letzte Kommissar-Erlendur-Krimi gewesen sein, den ich gelesen habe.

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Ansonsten haben wir noch drei sonnige Tage am Meer in Zeeland verbracht, haben ein ganz tolles Konzert von Ben Harper in der “Rockhal” besucht und uns spannende Fernsehabende in Gesellschaft der 1. Staffel von “House of Cards” genehmigt. Das waren schöne Momente im Oktober.

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In diesem Sinne wünsche ich Euch weiterhin schöne Herbsttage und eine gute Woche.

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